Teguise - ehemalige Inselhauptstadt Lanzarotes
die frühere Hauptstadt
Die heutige Hauptstadt der Insel Lanzarote ist Arrecife. Ihre frühere Hauptstadt war aber das auf einer Anhöhe liegende Teguise.
Teguise liegt etwas 10 Kilometer landeinwärts von Lanzarote. Die Historie erzählt, dass sie nach der Tochter de letzten Guanchenherrschers Guadarffa benannt wurde.
Im Jahr 1445 wird Teguise als erste Stadt der Insel genannt. Es gab damals handfeste Gründe, die Hauptstadt ins Innere der Insel auf einen Berg zu verlegen.
Zum einen konnte man die Ankunft der Piraten rechtzeitig erkennen und andererseits sich von oben etwas besser verteidigen. Leider half das den Inselbewohnern nicht sehr viel.

Sie wurden bis zum siebzehnten Jahrhundert immer wieder von den Zarazenen überfallen. Diese landeten im Hafen Arrecife und zogen dann ins Landesinnere weiter.
Der schlimmste Angriff mit Entführung großer Teile der Bevölkerung in die Sklaverei geschah im Jahre 1586.
Die Blutgasse erinnert noch heute an das damalige Massaker. Der Seeräuber Morata Aráez aus Algerien verwüstete die Hauptstadt nachhaltig.
Die Spanier nutzen die schachbrettartige Stadtplanung von Teguise mit ihren übersichtlichen Plätzen und breiten Straßen für ihre späteren Städtegründungen nach der Entdeckung Amerikas insbesondere in Mittelamerika.